Photovoltaik
- für wen?
Seit dem "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien"
aus dem Jahr 2000 sind sie aus dem deutschen Straßenbild
nicht mehr wegzudenken: die vielen Einfamilienhäuser, Scheunen
und öffentlichen Gebäude, deren Dächer mit Photovoltaik-Modulen
bestückt sind. Das Gesetz, das auch unter dem Namen "Erneuerbare-Energien-Gesetz"
oder der Abkürzung "EEG" bekannt ist, hat zu einem
Boom der Photovoltaik in Deutschland geführt.
Für wen
lohnt sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage? Dazu einige
Hinweise:
- Standort
und Sonneneinstrahlung - Die Sonneneinstrahlung ist
überall in Deutschland so hoch, daß sich die Installation
einer PV-Anlage lohnen kann.
Allerdings gibt es einige Gegenden, die bessere Voraussetzungen
haben als andere (siehe Deutschland-Karte). Im Süden Deutschlands
ist die Sonneneinstrahlung bis zu 20 Prozent höher als
im Norden. Aber auch Teile Ostdeutschlands - insbesondere Sachsen
- haben gute Voraussetzungen.

- Dachausrichtung
und Dachneigung - Nach Süden ausgerichtete Dächer
mit einer Neigung von 30 Grad erzielen den höchsten Stromertrag.
Ein nach Südosten oder Südwesten zeigendes Dach führt
zu einem leicht verringerten Ertrag, wobei sich die Abweichung
umso ungünstiger auswirkt, je steiler das Dach ist. Bei
der Dachneigung ist ein weiterer Aspekt zu beachten: Die Anwinkelung
der Module bewirkt eine Art Selbstreinigung. Jeder Regenguss
spült Staub und Schmutz von der Moduloberfläche, im
Winter kann der Schnee leichter abrutschen. Diese positive Eigenschaft
verringert sich bei Modulneigungen unter 20 Grad überproportional.
Das heißt, die eigentlich wartungsfreien Module müssen
in diesem Fall regelmäßig gereinigt und im Winter
von Schnee befreit werden.
- Verschattung
- Je länger die Sonne ungehindert auf die Photovoltaik-Anlage
einstrahlen kann, desto mehr Sonnenenergie kann in elektrische
Energie
umgewandelt werden. Der Standort der Anlage sollte also schattenfrei
sein. Im Sommer sollte möglichst im Tagesverlauf gar kein
Schatten auftreten. Im
Winter - bei generell niedrigerem Sonnenstand - sollte die vorgesehene
Fläche zumindest in der Mittagszeit unverschattet sein.
- Dachformen,
Fenster, Gauben, Schornsteine etc. - Am einfachsten
ist eine Anlage zu konzipieren, wenn eine durchgehende Dachfläche
ohne Hindernisse vorliegt. Je weniger Gauben oder Fenster vorhanden
sind, desto besser.
Ein Wort noch
zu den wichtigsten rechtlichen Voraussetzungen:
Photovoltaik-Anlagen sind meistens als Bauvorhaben genehmigungsfrei.
Ausnahmen können bestehen, wenn das Gebäude Teil eines
größeren Gebäudeensembles ist (sog. Ensembleschutz)
oder wenn Nähe zu Baudenkmalen besteht. Bei denkmalgeschützten
Gebäuden benötigt man für die Errichtung einer
PV-Anlage immer die Zustimmung der zuständigen Denkmalbehörde.
Einen schönen Einblick in diese Thematik bekommt man im Internet
auf der Seite des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege.
Unter
www.denkmalpflege-hessen.de
in der Rubrik "Ratgeber" gibt es eine Fotogalerie mit
gelungenen Beispielen und weiterführenden Tipps zu diesem
komplexen Thema.
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